
Deutsche Meisterschaften der U18 in Bochum-Wattenscheid
Ellis Staib unter den besten Leichtathleten Deutschlands
Am ersten Juli-Wochenende fand sich die nationale Leichtathletikspitze der Altersklassen U18 und U23 in Bochum-Wattenscheid ein, um über 3 Tage hinweg die neuen Deutschen Meister zu ermitteln. Das erst letztes Jahr komplett modernisierte Lohrheidestadion eröffnette damit die DM-Saison, denn in den folgenden zwei Wochen werden ebenso an gleicher Austragungsstätte die Deutschen Meisterschaften der U16 & U20 sowie der Aktiven ausgetragen.
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Vom SV 98/07 Seckenheim qualifizierte sich Ellis Staib (WU18) in allen drei Sprintdisziplinen über 100m, 200m und 400m für die nationalen Titelkämpfe. An den Start ging sie in erster Linie über ihre Spezialdisziplin, den 400m. Am letzten Wettkampftag sollten dann noch die 200m folgen, auf die 100m verzichtete Ellis zugunsten der anderen beiden Starts. Für beste Bedingungen wurde ebenfalls gesorgt, sodass neben der Betreuung durch ihren Trainer Lars Elißer sowie Masseurin Christiane Feid auch im Vereinszelt am Aufwärmplatz alles gerichtet war, um nichts dem Zufall zu überlassen.
Bereits am Freitagmorgen wurde die Reise nach Bochum-Wattenscheid angetreten. Nach einer kurzen Vorbereitungseinheit am Mittag ging es am Nachmittag schon los mit dem Halbfinale über 400m. Die Konkurrenz in diesem Jahr war stark und hat sich im Vergleich zum Vorjahr nochmals deutlich gesteigert. Daher sollte die Qualifikation fürs Finale kein Selbstläufer sein. Ellis startete ihren Halbfinallauf gut und blieb der Führenden auf den Fersen. Trotz leichter Tempoverschärfung auf der zweiten Hälfte war der Lauf nicht ganz so schnell wie erhofft, sodass sich Ellis als Zweitplatzierte mit 57,08sek noch nicht direkt qualifizieren konnte und sich über die Zeit zittern musste. Im ersten Moment war die Seckenheimerin enttäuscht, da sie fast davon ausging, die Qualifikation nicht mehr über die Zeit zu erreichen. Nach dem letzten Halbfinallauf war jedoch die Gewissheit da, dass sie die weiteren Platzierten doch deutlich hinter sich lassen konnte und als Siebte in das Finale der besten Acht einzog.
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Das 400m-Finale stand am Samstagmittag bei voll besetzter Haupttribüne und entsprechend guter Stimmung auf den Rängen statt. Das Finale war mit Nord- und Süddeutschen Meisterinnen sowie den besten 400m-Sprinterinnen ihrer Bundesländer extrem hochkarätig besetzt, sodass es ein ehrwürdiges Finale werden sollte. Es war ein harter Kampf und bis zur 200m-Marke war es noch ein noch recht enges Rennen. Ellis ging mutig mit und versuchte beim Einbiegen auf die Zielgerade ihr Tempo nochmals zu verschärfen. Von Platz 4 bis 7 waren die Läuferinnen fast auf gleicher Höhe, während die ersten Drei schon etwas entflohen waren. Ellis kämpfte und musste auf den letzten Metern etwas einbüßen, sodass sie mit 56,49sek etwas über ihrer persönlichen Bestzeit blieb und damit Siebte wurde. Nach dem letztjährigen vierten Platz war dies im ersten Moment zunächst eine Enttäuschung. Unter der Einordnung des extrem gestiegenen Niveaus im deutschen 400m-Nachwuchs, darf die Seckenheimerin das Ergebnis dennoch als großen Erfolg werten.
Die Deutschen Meisterschaften waren für Ellis jedoch noch nicht vorbei. Am Sonntag wurde es noch einmal schneller, denn die halbe Stadionrunde über 200m stand noch auf dem Plan. Mit über 50 gemeldeten Athletinnen war auch hier die Konkurrenz groß und ein Einzug in einer der Finalläufe alles andere als einfach. Ellis hatte trotz der großen Belastung der Vortage ein gutes Gefühl und wollte noch einmal zeigen, was in ihr streckt. Ellis zeigte eine gute Kurve und flog förmlich auf die Gerade. Mit 24,92sek blieb sie nur sechs Hundertstelsekunden über ihrer persönlichen Bestzeit und qualifizierte sie sich für das B-Finale drei Stunden später. Nach kurzer Erholungsphase hieß es dann ein letztes Mal für diese DM aufwärmen und vorbereiten. Die Beine waren schon deutlich erschöpft und auch die ersten Blessuren machten sich bemerkbar. Nun hieß es auf die Zähne beißen und noch einmal alles herausholen. Im B-Finale erwischte Ellis erneut einen guten Start und war nur unwesentlich langsamer, blieb mit 24,96sek dennoch unter der 25-Sekundenmarke und wurde Dritte, was im Gesamtergebnis Platz 11 bedeutete. Damit war Ellis überaus zufrieden.
Mit den Plätzen 7 und 11 in Deutschland behauptete sich Ellis damit erneut unter den besten Leichtathleten in Deutschland.
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| Lars Elißer und Christiane Feid sorgten als Trainer- und Betreuerteam für beste Rahmenbedingungen. | |
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Mit Platz 7 und 11 konnte sich Ellis Staib unter der nationalen Sprintelite behaupten.










